Eine geradezu unheimliche Ruhe

In der Früh gab es für Tamara wieder diese widerlichen Tropfen, damit sie ruhig wird. Ich wartete auf ihre hysterischen Fantasien, die sie auch 2010 danach bekam. Aber nichts geschah. Sie wurde einfach nur ganz ruhig und müde.

 

Auch der Weg zum OP-Bereich verlief ganz ruhig. Ich musste mich diesmal auch nicht mit ins Bett legen bei der "Fahrt". Das war richtig komisch.

 

Bei der Übergabe an den Narkosearzt schaute sie etwas traurig, aber auch hier wirkte sie sehr ruhig.

 

Bisher habe ich bei jeder OP erstmal lange geduscht, wenn ich sie abgegeben hatte, um meine Tränen gleich mit dem Wasser runterspülen zu können.Diesmal ging ich ins Zimmer, räumte etwas auf - und das war es dann.

 

Nach etwa zwei Stunden kamen mein Mann und meine große Tochter. Wir warteten dann gemeinsam auf die Nachricht, dass wir in den Aufwachraum kommen dürfen.

 

Die OP war mit allen Vorbereitungen und Nachbehandlungen mit 4-5 Stunden veranschlagt. Nach 3 Stunden war Tamara aber bereits ansprechbar im Aufwachraum.

 

Die OP war laut dem Chefarzt perfekt verlaufen. Na das gibt doch schon mal einen ersten positiven Schub.


Im Zimmer schlief sie dann noch weitere 2 Stunden.

 

Die Nacht war sehr unruhig und für mich äußerst kurz. Aber das war mir schon klar - die erste Nacht war bisher immer mehr als anstrengend.

Ich mußte sie laufend anders hinlegen - sie konnte sich nicht selber drehen - das tat ihr sonst am Bein weh.

Nach einem Glas Wasser mußte sie 30 Minuten warten. Als danach immernoch alles okay war, gab es eine Nudelsuppe für sie. Abends futterte sie bereits mit.