MRT zur laufenden Überwachung

Wer jemals in der Röhre zu einem MRT lag, der weiß, wie laut das ist. 20 Minuten werden einem zur Ewigkeit - angeschnallt und in einer Röhre hin und her fahrend. Und bitteschön ja keine Bewegung machen - sonst werden die Aufnahmen nichts.

 

Dass das mit einem kleinen Kind nicht geht, ist selbstredend.

 

Tamara musste halbjährlich ins MRT. Das bedeutete jedesmal einen Tagesausflug.

Früh um 8 Uhr nüchtern dort sein. Dann kam die Narkoseärztin vom Kinderkrankenhaus rüber und es wurde erst einmal ein Zugang an der Hand gelegt. Da waren schon die ersten Tränchen - und ich jedesmal bis ins Mark getroffen.

 

Die Kinder wurden dem Alter nach in das MRT gebracht. Je älter Tamara wurde, konnte es also sein, dass sie auch noch warten musste.

 

Wenn sie dran war, bekam sie in den Zugang eine "Schlafmilch" gespritzt. Diese Sedierung (wie ein Dämmerschlaf) wurde von der Narkoseärztin überwacht und dauerte nur wenig länger als 20 Minuten.

 

Danach mussten wir noch warten bis sie aufgewacht war, und konnten gehen sobald es ihr gut ging, sofern sie sich nicht übergeben musste oder der Kreislauf zusammenbrach.

Da hatte sie Glück - diese rund 10 mal MRT überstand sie immer ohne jegliche Probleme.

 

Es war immer wieder ein chemischer Eingriff in ihren Körper. Das führte gemeinsam mit den OPs dazu, dass ihre Entwicklung sich verzögerte. Der Körper war ständig mit diesen Außeneinflüssen beschäftigt. Da blieb weniger Zeit zum "Aufbau der Synapsen im Kopf".